Eine Baustelle, wo andere Urlaub machen

Baustelle, wo andere Urlaub machenWie Ihr mit einer Baustelle in unmittelbarer Nähe zur Ferienwohnung umgeht

Gestern waren wir in Grömitz, um die aktuellen Renovierungsarbeiten im Strandhaus weiter voranzutreiben. Durch Zufall kamen wir an einem Grundstück vorbei, auf dem demnächst gebaut werden soll. Noch steht ein kleines Einfamilienhaus darauf. Geplant ist dort ein Mehrfamilienhaus mit 8 relativ großen Ferienwohnungen!

Sofort kommen Erinnerungen bei mir hoch.

Es ist noch nicht lange her, dass wir selbst neben unserer Ferienwohnung in Grömitz am Yachthafen eine Großbaustelle hatten. Als wir unsere Wohnung kauften, gab es auf dem Nachbargrundstück ein verfallenes Einfamilienhaus mit großem verwildertem Garten. Natürlich war uns klar, dass das ein Sahnestück für jeden Investor ist. Aber dass es so schlimm kommen würde, damit hat dort niemand gerechnet. Einfamilienhaus weg, 22 neue Wohnungen!!

Altes Haus gegenüber vom Strandhaus

Mir graute vor dieser Baustelle! Wie kann ich meine Wohnung mit ruhigem Gewissen vermieten? Wohnung mit Blick auf die Baustelle, Lärm den ganzen Tag. Ihr könnt mir glauben, das hat mir einige schlaflose Nächte beschert. Wie gehe ich damit um? Die Wohnung nicht zu vermieten hätten wir uns schlichtweg nicht leisten können.

Welche Möglichkeiten gibt es in dieser Situation?

Eigentlich nur eine: Offen mit der Situation umgehen! Jede Anfrage persönlich beantworten, ehrlich über die Lage vor Ort sprechen und gemeinsam abwägen, was der einzelne Gast bereit ist auszuhalten. Für uns schwierig war es allerdings, die Baustelle in ihren unterschiedlichen Phasen einschätzen zu lernen. Welcher Bauabschnitt macht nicht viel Krach und welcher Abschnitt ist so laut, dass es nicht auszuhalten ist? Zum Glück sind unsere Fenster sehr gut, so dass es bei geschlossenen Fenstern immer gut auszuhalten war.

Trotz allem hatten wir viele Gäste, die ihren Urlaub bei uns verbringen wollten.

Die Menschen sind sehr verschieden! Einige hatten gar keine Probleme mit der Situation – im Gegenteil, die fanden das Treiben auf der Baustelle sogar sehr spannend.

baustelle

Andere haben die Baustelle aus der Ferne unterschätzt. Sie haben sich im Nachhinein beklagt und obwohl wir sowieso nie den vollen Preis genommen haben, gewährten wir rückwirkend einen Preisnachlass und das fanden die meisten dann auch völlig in Ordnung.

Im Oktober war die Bausituation so extrem – es wurde bis in die Nacht hinein gearbeitet, da man wohl im Zeitdruck war –dass ich kurzfristige Anfragen aufgrund der Situation abgelehnt habe. Ihr glaubt gar nicht, wie erstaunt die Leute am Telefon waren, dass ich so offen und ehrlich zu Ihnen war.

Zwischenzeitlich gab es sogar einen langen Baustopp, der uns ein wenig aufatmen ließ. Und die Situation hatte ja auch durchaus positive Seiten. Wir hatten plötzlich einen Rundumblick auf die Ostsee. Allerdings nur so lange bis die Mauern hochgezogen wurden.

Sonnenaufgang vom Strandhaus am Yachthafen fotografiert

 

Als das Haus – bzw. es sind zwei Häuser draus geworden wie sich später herausstellte – fertig war, gefiel uns der Anblick ganz gut. Und das beste: Wir können zwischen den Häusern auf die Ostsee blicken. Besser als vorher!

Der Neubau am Standhaus am Yachthafen

Wir waren heilfroh, als alles fertig war. Das Pflastern war noch einmal eine Herausforderung aber dann wurde es wieder ruhiger und inzwischen geht wieder alles seinen gewohnten Gang. Und es ist schön, am Telefon nicht mehr das Wort Baustelle erwähnen zu müssen, wenn ein potenzieller Gast anruft.

Ausblick Strandhaus am Yachthafen

Vielen Dank an alle unsere Gäste, die uns trotz allem die Treue gehalten haben. Stammgäste konnten wir aus der Zeit aber nicht gewinnen. Für alle, die demnächst einmal kommen möchten. Soweit mir bekannt ist, wird es dort in der nächsten Zeit keine größeren Bauprojekte mehr geben.

Wir hatten übrigens noch das Glück, dass unser eigentlicher Ausblick auf den Yachthafen und die Felder gar nicht von der Baustelle betroffen war.

Ausblick vom Balkon vom Strandhaus Nr. 6

Den Nachbarn der neuen Großbaustelle in Grömitz wünsche ich gute Nerven und dass sie gut durch diese Zeit kommen. Wie immer gilt: Alles hat seine Zeit!

 

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